Auszahlplaner

Mit unserem Auszahlplaner berechnen Sie, wie viel Sie monatlich mit gleichbleibender Kaufkraft aus Ihrem Vermögen entnehmen können. Wir berücksichtigen verschiedenen Rendite- und Inflationsszenarien, sowie die Laufzeit und den gewünschten Kapitalverzehr – inflationsbereinigt, individuell und auf Ihren Ruhestand zugeschnitten.

Monatliche Auszahlung
2.002 €
Parameterinflationsbereinigt
Startkapital450.000 €
KapitalerhaltOhne
Rendite4.5 %
Inflation2.0 %
Dauer25 J.
Kapitalverlauf
KapitalEntnahme
202620312036204120462051
Gesamt
600.470 €
Restkapital
0 €

Keine Anlageberatung - vereinfachtes Modell ohne Steuern und Gebühren

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Risikohinweis

Die Inhalte dieser Website dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. 

Die Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden. Der Wert von Anlagen sowie die daraus erzielten Erträge können steigen und fallen — Anleger erhalten den eingesetzten Betrag möglicherweise nicht vollständig zurück. Für die Entnahme- und Frührentenplanung gilt insbesondere: Das Rendite-Reihenfolge-Risiko und das Langlebigkeitsrisiko können die Nachhaltigkeit eines Entnahmeplans erheblich beeinflussen.

Alle Berechnungen und Szenarien basieren auf historischen Daten und Modellannahmen. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Simulationen erzeugen Wahrscheinlichkeitsszenarien — keine Garantien. Die steuerliche Behandlung von Kapitalanlagen ist individuell und kann sich ändern; die dargestellten steuerlichen Informationen ersetzen keine Beratung durch einen Steuerberater.

Bitte lesen Sie auch unsere Risikohinweise und Nutzungsbedingungen.

So rechnet der Entnahmerechner

Der Rechner beantwortet eine klar umrissene Frage: Welchen Betrag können Sie über eine feste Laufzeit regelmäßig entnehmen, wenn am Ende ein von Ihnen gewähltes Endkapital verbleiben soll? Dieses Endkapital reicht von 0 % (vollständiger Kapitalverzehr) bis 100 % des Startkapitals (realer Kapitalerhalt) und wird als Realwert verstanden — also in heutiger Kaufkraft, nicht als nominaler Betrag am Laufzeitende. Hier legen wir die Rechnung offen.

Die Auszahlung wird als real konstante Entnahme ermittelt. Das heißt: Der berechnete Betrag ist in heutiger Kaufkraft ausgedrückt. Um diese Kaufkraft zu erhalten, steigt die nominal ausgezahlte Summe im Modell jährlich mit der angenommenen Inflationsrate.

Verwendete Größen
  • K — eingesetztes Startkapital
  • r — erwartete Rendite pro Jahr (nominal, vor Inflation)
  • i — angenommene Inflationsrate pro Jahr
  • n — Anzahl der Auszahlungen über die Laufzeit (bei monatlicher Zahlung: Jahre × 12)
  • E — gewünschtes Endkapital am Ende der Laufzeit, als Realwert in heutiger Kaufkraft (einstellbar von 0 % bis 100 % des Startkapitals K)
  • A — Auszahlungsbetrag je Periode
Schritt 1 — Realzins nach der Fisher-Gleichung

Aus erwarteter Rendite und Inflation wird der reale Zins abgeleitet:

r_real = (1 + r) / (1 + i) − 1

Hinweis: Die verbreitete Faustformel „Rendite minus Inflation" (z. B. 5 % − 2 % = 3 %) ist nur eine Näherung. Der Rechner verwendet die exakte Form; im Beispiel ergibt sich 1,05 / 1,02 − 1 = 2,94 %.

Schritt 2 — Umrechnung auf den Monatszins

Bei monatlicher Auszahlung wird der Jahres-Realzins in einen effektiven Monatszins umgerechnet:

q = (1 + r_real)^(1/12) − 1

Schritt 3 — Annuität mit einstellbarem Endkapital

Der konstante Auszahlungsbetrag ergibt sich aus der Annuitätenformel. Der Rechner rechnet dabei ausschließlich nachschüssig, das heißt die Auszahlung erfolgt jeweils am Ende der Periode. Das gewünschte Endkapital E ist ein Realwert in heutiger Kaufkraft; es wird mit dem Realzins q auf den heutigen Zeitpunkt abgezinst und vom verfügbaren Kapital abgezogen:

A = (K − E × (1 + q)^(−n)) × q / (1 − (1 + q)^(−n))

Eine vorschüssige Berechnung (Auszahlung am Anfang der Periode) wird nicht verwendet. Weil E real definiert ist, bleibt die Kaufkraft des Endkapitals über die gesamte Laufzeit erhalten; der entsprechende nominale Betrag am Laufzeitende ist um die aufgelaufene Inflation höher.

Das Endkapital E lässt sich von 0 % bis 100 % des Startkapitals wählen. Zwei Grenzfälle veranschaulichen die Formel:

  • E = 0 % (vollständiger Kapitalverzehr): Das Kapital ist am Ende der Laufzeit rechnerisch aufgebraucht. Die Formel vereinfacht sich zu A = K × q / (1 − (1 + q)^(−n)).
  • E = 100 % (realer Kapitalerhalt): Es wird nur die reale Rendite entnommen, das Kapital bleibt real erhalten. Die Formel vereinfacht sich zu A = K × q.

Zwischenwerte (z. B. E = 50 %) verzehren das Kapital anteilig. Das jeweils verbleibende Kapital arbeitet über die gesamte Laufzeit zur erwarteten Rendite weiter.

Modellannahmen und Grenzen

Damit Sie die Ergebnisse richtig einordnen können, legen wir die Annahmen offen:

  • Konstante Rendite. Das Modell rechnet mit einer gleichbleibenden erwarteten Rendite in jedem Jahr. Es bildet damit keine Schwankungen und insbesondere kein Renditereihenfolgerisiko ab — also nicht den Effekt, dass schwache Renditen zu Beginn der Entnahmephase ein Portfolio überproportional belasten. Die tatsächliche Marktentwicklung schwankt; die reale Entnahme kann höher oder niedriger ausfallen.
  • Reale Konstanz. Der ausgewiesene Betrag ist inflationsbereinigt (heutige Kaufkraft). Nominal steigt die Auszahlung im Modell mit der angenommenen Inflationsrate.
  • Einstellbares Endkapital (real). Sie legen fest, welcher Anteil des Startkapitals am Ende der Laufzeit verbleiben soll (0 % bis 100 %). Der Prozentsatz bezieht sich auf einen Realwert in heutiger Kaufkraft: Bei 0 % ist das Kapital vollständig verzehrt, bei 100 % bleibt die Kaufkraft des Startkapitals erhalten. Der zugehörige nominale Betrag am Laufzeitende liegt entsprechend höher. Ein Endkapital dient als Puffer oder Erbe; ein Endkapital von 0 % lässt keine Reserve.
  • Feste Laufzeit. Die Laufzeit ist eine Eingabe, keine Lebenserwartung. Ein tatsächlich längeres Leben ist im Grundmodell nicht abgesichert.
  • Ohne Steuern und Kosten. Sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, bleiben Abgeltungssteuer, sonstige Steuern sowie Produkt- und Depotkosten unberücksichtigt. Diese mindern die verfügbare Entnahme.

Die Ergebnisse sind illustrativ und dienen der Orientierung. Ein Entnahmeplan ist kein starrer Plan: Prüfen Sie Annahmen, Entnahmehöhe und Portfolio regelmäßig und passen Sie sie an veränderte Lebens- und Marktbedingungen an.