Vermögensrente

Vermögensrente

Die Vermögensrente, auch dynamisch-annuitätische Entnahme genannt, ist eine Entnahmestrategie mit planmäßigem Kapitalverzehr. Sie verteilt Ihr Vermögen so auf die Jahre bis zum Planungsende, dass am Ende nur der gewünschte Rest übrig bleibt.

So funktioniert sie

Einmal im Jahr wird Ihre Auszahlung neu berechnet, und zwar aus dem aktuellen Depotwert, den verbleibenden Jahren bis zum Planungsende und einer Renditeannahme nach Abzug der Inflation: 5 % pro Jahr für Aktien, 1 % für Anleihen, 2,5 % für Gold und minus 0,5 % für Liquidität. Das Ergebnis wird in zwölf gleichen Monatsbeträgen ausgezahlt. Nach guten Börsenjahren steigt der Betrag, nach schwachen sinkt er.

In der Berechnung wird immer aus dem Teil Ihres Depots entnommen, der gerade übergewichtet ist. So bleibt Ihre Aufteilung ohne zusätzliche Umschichtungen erhalten. Das meint das Etikett „Smartes Rebalancing“.

Was Sie hier einstellen

Mit dem Regler legen Sie fest, welcher Anteil Ihres Kapitals zu Beginn der Entnahmephase am Ende noch vorhanden sein soll. Dieser Rest wird bei jeder Neuberechnung berücksichtigt; verteilt wird nur, was darüber hinaus verfügbar ist. Je höher der Anteil, desto niedriger Ihr Monatsbetrag; dafür bleibt ein Erbe oder eine Reserve für ein längeres Leben. Die Laufzeit ergibt sich aus Ihrem Planungsende in den Planungseinstellungen.

Was Sie hier sehen

  • Historischer Backtest: Er spielt Ihre Einstellung in drei historischen Marktverläufen durch. Der optimistische Verlauf steht für die besten 10 % aller betrachteten Zeiträume, der pessimistische für die schlechtesten 10 %, der durchschnittliche für den mittleren Verlauf aller Zeiträume.
  • Historische monatliche Entnahme: wie Ihr Betrag Jahr für Jahr mit dem Depot gestiegen und gefallen wäre.
  • Historischer Vermögenswert: wie das Kapital bis zum Planungsende auf den eingestellten Rest gesunken wäre.
  • Historische kumulierte Entnahme: wie viel Sie insgesamt entnommen hätten.

Vorteile

Weil das Kapital planmäßig verbraucht wird, kommt die Strategie ohne Reserve für den ungünstigsten Startzeitpunkt aus. Deshalb startet sie bei vollem Kapitalverzehr und den meisten Aktienquoten höher als eine statische Entnahme, die jeden historischen Verlauf übersteht. Innerhalb der Laufzeit ist das Kapital rechnerisch nie vorzeitig aufgebraucht, und am Ende bleibt kein ungeplanter Rest liegen.

Nachteile

Die Auszahlung folgt dem Depot. Nach schwachen Börsenjahren sinkt sie mit der nächsten Neuberechnung, und zwar umso stärker, je höher Ihr Aktienanteil ist. Sie schwankt dabei in beide Richtungen voll mit; eine Untergrenze gibt es nicht. Wie hoch sie im ungünstigsten Verlauf bleibt, hängt vor allem von Ihrer Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen ab.

Zudem hat der Plan ein festes Enddatum. Am Planungsende ist das Kapital bis auf den eingestellten Rest verbraucht. Leben Sie länger, lässt sich die Laufzeit nur aus dem verbliebenen Vermögen verlängern, und der Monatsbetrag sinkt entsprechend. Mehr Reserve entsteht durch einen höheren Kapitalerhalt oder ein späteres Planungsende.

Weiterlesen: Entnahmeplan mit Kapitalverzehr: die dynamisch-annuitätische Entnahme


Risikohinweis

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Die Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden. Der Wert von Anlagen sowie die daraus erzielten Erträge können steigen und fallen — Anleger erhalten den eingesetzten Betrag möglicherweise nicht vollständig zurück. Für die Entnahme- und Frührentenplanung gilt insbesondere: Das Rendite-Reihenfolge-Risiko und das Langlebigkeitsrisiko können die Nachhaltigkeit eines Entnahmeplans erheblich beeinflussen.

Alle Berechnungen und Szenarien basieren auf historischen Daten und Modellannahmen. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Simulationen erzeugen Wahrscheinlichkeitsszenarien — keine Garantien. Die steuerliche Behandlung von Kapitalanlagen ist individuell und kann sich ändern; die dargestellten steuerlichen Informationen ersetzen keine Beratung durch einen Steuerberater.

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