Statische Entnahme
Statische Entnahme
Die statische Entnahme ist eine Entnahmestrategie mit festem Auszahlungsbetrag. Sie bestimmen ihn einmal zu Beginn der Entnahmephase, danach wird er nur noch an die Inflation angepasst. Bekanntestes Beispiel ist die 4-Prozent-Regel (Bengen 1994).
So funktioniert sie
Sie wählen eine Entnahmerate: einen Prozentsatz Ihres Kapitals zu Beginn der Entnahmephase. Daraus ergibt sich Ihr monatlicher Betrag. Er bleibt ein Jahr lang gleich und wird dann um die Inflation erhöht; der Rechner setzt dafür fest 2 % an. Wie sich Ihr Depot entwickelt, ändert an der Auszahlung nichts.
In der Berechnung wird immer aus dem Teil Ihres Depots entnommen, der gerade übergewichtet ist. So bleibt Ihre Aufteilung ohne zusätzliche Umschichtungen erhalten. Das meint das Etikett „Smartes Rebalancing“.
Was Sie hier einstellen
Mit dem Regler legen Sie die Entnahmerate fest; oben sehen Sie den Monatsbetrag, der daraus folgt. Der Regler lässt sich nur bis zur Markierung schieben. Sie zeigt die höchste Rate, bei der Ihr Kapital in keinem historischen Zeitraum vor dem Planungsende aufgebraucht gewesen wäre. Wo diese Grenze liegt, hängt von Ihrer Portfoliostruktur ab: Ändern Sie die Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen, verschiebt sie sich.
Was Sie hier sehen
- Pleiterisiko: Der Balken zeigt dieselbe Grenze von der anderen Seite: wie oft Ihr Kapital bei höheren Raten vorzeitig aufgebraucht gewesen wäre.
- Historischer Backtest: Er spielt Ihre Rate in drei historischen Marktverläufen durch. Der optimistische Verlauf steht für die besten 10 % aller betrachteten Zeiträume, der pessimistische für die schlechtesten 10 %, der durchschnittliche für den mittleren Verlauf aller Zeiträume.
- Historischer Vermögenswert: wie sich Ihr Depot entwickelt hätte und was am Ende übrig geblieben wäre.
- Historische monatliche Entnahme: Ihr Betrag Jahr für Jahr; er steigt nur um die Inflation.
- Historische kumulierte Entnahme: wie viel Sie bis zum Planungsende insgesamt entnommen hätten.
Vorteile
Ihr Auszahlungsbetrag ist für Jahrzehnte im Voraus planbar, und Sie müssen Ihre Ausgaben nicht an Marktphasen anpassen. Die Regel kommt ohne Renditeannahme aus.
Nachteile
Die Grenze am Regler beruht auf vergangenen Marktverläufen; ein künftiger Verlauf kann ungünstiger ausfallen.
Zudem besteht das Risiko der Unterentnahme: Sie entnehmen dauerhaft weniger, als Ihr Vermögen getragen hätte. Eine Rate, die auch den ungünstigsten Zeitraum übersteht, ist in allen anderen vorsichtiger als nötig. Deshalb bleibt am Ende meist viel Kapital übrig. Das kann gewollt sein, etwa als Erbe. Sonst haben Sie weniger ausgegeben, als möglich gewesen wäre.
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Risikohinweis
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Die Kapitalanlage ist mit Risiken verbunden. Der Wert von Anlagen sowie die daraus erzielten Erträge können steigen und fallen – Anleger erhalten den eingesetzten Betrag möglicherweise nicht vollständig zurück. Für die Entnahme- und Frührentenplanung gilt insbesondere: Das Rendite-Reihenfolge-Risiko und das Langlebigkeitsrisiko können die Nachhaltigkeit eines Entnahmeplans erheblich beeinflussen.
Alle Berechnungen und Szenarien basieren auf historischen Daten und Modellannahmen. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Simulationen erzeugen Wahrscheinlichkeitsszenarien – keine Garantien. Die steuerliche Behandlung von Kapitalanlagen ist individuell und kann sich ändern; die dargestellten steuerlichen Informationen ersetzen keine Beratung durch einen Steuerberater.
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